Die Kragenspiegel der Militärgeistlichen der Wehrmacht gehörten zu den charakteristischen Uniformabzeichen des religiösen Dienstes innerhalb des deutschen Heeres während des Zweiten Weltkriegs.
Diese Abzeichen wurden auf dem Kragen der Feldbluse, der Standarduniformjacke der Soldaten des deutschen Heeres, getragen und dienten zur Kennzeichnung von Geistlichen, die im militärischen Dienst tätig waren.
Die Militärgeistlichen, bekannt als Heerespfarrer, begleiteten militärische Einheiten und übernahmen verschiedene Aufgaben im religiösen Bereich. Dazu gehörten unter anderem:
Abhaltung von Gottesdiensten,
seelsorgerische Betreuung der Soldaten,
Begleitung Verwundeter und Sterbender,
Durchführung militärischer Bestattungen und Gedenkfeiern.
Im Gegensatz zu den Litzen der Mannschaften und Unteroffiziere verwendeten Militärgeistliche gestickte Kragenspiegel mit ornamentaler Arabeskenstruktur, die in silbernem Metallfaden ausgeführt waren.
Der Hintergrund dieser Kragenspiegel war in violetter Farbe gehalten, einer traditionellen Farbe für den kirchlichen Dienst innerhalb militärischer Organisationen.
Die Herstellung erfolgte üblicherweise auf hochwertigem Wolltuch, auf dem das Arabeskenmuster mit silberfarbenem Metallfaden aufgestickt wurde.
Während des Krieges wurden solche Abzeichen von verschiedenen deutschen Uniform- und Textilherstellernproduziert, die militärische Uniformbestandteile für die Wehrmacht lieferten.
Die violetten Kragenspiegel der Militärgeistlichen sind daher ein typisches Uniformdetail des kirchlichen Dienstes innerhalb der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.