Schulterklappen-Auflagen des Reichsmarschalls Hermann Göring, Reproduktion der Metallauflagen, die auf den Schulterklappen des Dienstgrades Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches getragen wurden. Dieser Rang wurde im Juli 1940 geschaffen und ausschließlich Hermann Göring, dem Oberbefehlshaber der Luftwaffe, verliehen. Er stand über dem Rang eines Generalfeldmarschalls und bildete damit die höchste militärische Rangstufe der deutschen Streitkräfte jener Zeit.
Die Auflage bestand aus einem goldfarbenen Adler über zwei gekreuzten Marschallstäben. Der Adler verwies auf die Luftwaffe und die staatliche Symbolik des Reiches, während die Marschallstäbe das traditionelle Zeichen höchster militärischer Befehlsgewalt darstellten. Auf vollständigen Schulterklappen wurden diese Auflagen auf einer Grundlage aus goldenen geflochtenen Schnüren angebracht, häufig beschrieben als drei goldene Rundschnüre oder „Russian Braid“, auf weißem oder elfenbeinfarbenem Tuch.
Technisch besaßen originale und detailgetreue nachgefertigte Auflagen eine vergoldete oder goldfarbene Oberfläche, plastisch ausgearbeitete Details und rückseitige Befestigungen wie Splinte oder Stifte, mit denen sie an der Schulterklappe fixiert wurden. Bei modernen Reproduktionen können Unterschiede in Goldton, Reliefschärfe, Form der Marschallstäbe und Ausführung des Trägermaterials auftreten; das Grundmotiv bleibt jedoch unverkennbar mit dem persönlichen Rang Görings verbunden.
Historisch sind diese Auflagen besonders bemerkenswert, weil sie nicht zu einem allgemein verbreiteten Dienstgrad gehörten. Der Rang des Reichsmarschalls war eine einmalige Sonderstellung, geschaffen für eine einzige Person. Deshalb gehören die Schulterklappen und ihre Metallauflagen zu den seltensten und auffälligsten Rangabzeichen der Luftwaffe. Spezialquellen weisen zudem darauf hin, dass sich Görings Reichsmarschall-Abzeichen im Laufe der Zeit in mehreren Varianten entwickelten, die vor allem anhand von zeitgenössischen Fotografien und wenigen bekannten Sammlungsstücken nachvollzogen werden können.
Kuriosität: Göring ließ mehrere Uniformstücke speziell für sich anfertigen, darunter weiße Sommeruniformen und Varianten aus taubengrauem Stoff. Einzelne Details wurden offenbar seinem persönlichen Geschmack angepasst, wodurch seine Uniformierung innerhalb der deutschen Militärschneiderei des Zweiten Weltkriegs eine Sonderrolle einnahm.