Das Ehrenzeichen für deutsche Volkspflege wurde am 1. Mai 1939 durch Adolf Hitler gestiftet, um Personen auszuzeichnen, die sich in den Bereichen Volkswohlfahrt, Winterhilfswerk, Pflege von Kranken und Verwundeten in Frieden und Krieg, Rettungswesen, Pflege des deutschen Volkstums und Fürsorge für Volksdeutsche im Auslandverdient gemacht hatten. Die Auszeichnung ersetzte das Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes und konnte an Deutsche wie auch Ausländer verliehen werden.
Das Ehrenzeichen war in vier Stufen sowie eine Medaille gegliedert, mit einer besonderen Sonderstufe als Bruststern:
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Sonderstufe: vierstrahliger Bruststern, an einer Schärpe über der rechten Schulter getragen
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1. Stufe: 52 mm großes, weiß emailliertes Halskreuz
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2. Stufe: 52 mm Steckkreuz, auf der linken Brustseite ohne Band
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3. Stufe: 40 mm Kreuz, am roten Band mit weißen Rändern, auf der Brust getragen
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Medaille für deutsche Volkspflege: 38 mm rund, aus versilberter Bronze oder Zink, mit der Inschrift Medaille für deutsche Volkspflege auf der Rückseite
Ab dem 30. Januar 1942 konnten die 3. Stufe und die Medaille für Verdienste im Krieg mit gekreuzten Schwerternverliehen werden.
Der Entwurf von Professor Richard Klein zeigte ein weiß emailliertes, goldgefasstes Balkenkreuz mit einem schwarzen Reichsadler, der eine umgekehrte Swastika in einem goldenen Eichenlaubkranz hält. Die Rückseiten der höheren Stufen waren emailliert, die 3. Stufe und die Medaille hingegen aus einfachem Metall.
Bei Verleihung einer höheren Stufe mussten die niedrigeren an die Präsidialkanzlei zurückgegeben werden. Nach dem Tod des Beliehenen blieb das Ehrenzeichen jedoch den Hinterbliebenen als Erinnerung.