Brotbeutel M31 – Feldbrotbeutel der Wehrmacht, Mid-War Ausführung
Der Brotbeutel Modell 1931 gehörte zur grundlegenden persönlichen Ausrüstung des deutschen Soldaten während des Zweiten Weltkriegs. Das Modell wurde 1931 eingeführt und blieb während des gesamten Krieges nahezu unverändert im Einsatz bei den verschiedenen Teilstreitkräften des Deutschen Reiches, darunter Heer, Luftwaffe und Waffen-SS.
Seine Hauptfunktion bestand im Transport der täglichen Verpflegungsrationen, woraus sich auch die Bezeichnung „Brotbeutel“ ableitet. In der Praxis wurde die Tasche jedoch für viele weitere Gegenstände genutzt, etwa persönliche Effekten, Reinigungszubehör für die Waffe, Besteck, Tabak oder Feldpost.
Die Mid-War-Variante, die vor allem während der mittleren Kriegsjahre verbreitet war, spiegelt die zunehmende Vereinfachung der deutschen Kriegsproduktion wider. In dieser Ausführung besteht der Brotbeutel typischerweise aus tanfarbener Baumwoll-Canvas, die sich deutlich von den früheren feldgrauen Stoffen der Vorkriegsmodelle unterscheidet.
Der Aufbau umfasst ein großes Hauptfach mit Deckklappe, zwei vordere Verschlussriemen, sowie Metallringe und Haken zur Befestigung zusätzlicher Ausrüstung. Der Brotbeutel wurde üblicherweise am Koppel getragen und diente häufig auch als Befestigungspunkt für die Feldflasche oder andere kleine Ausrüstungsgegenstände.
Die Herstellung erfolgte durch zahlreiche deutsche Textilbetriebe, deren Markierungen und Herstellercodes häufig im Inneren der Tasche angebracht wurden.
Durch ihre robuste Konstruktion, einfache Fertigung und praktische Funktion blieb die Brotbeutel M31 bis zum Ende des Krieges ein unverzichtbarer Bestandteil der deutschen Feldausrüstung.